Historisches

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Die Chronik unserer Wehr

 

- Gegründet wurde die Wehr am 24.April 1900 in "Lugers Gasthof" erster Kommandant war Richard Lausch. Mitgliederzahl bei Gründung: 33. junge Männer. Zur Ausrüstung gehörten u.a. Helme, Drillichzeug und Lederzeug. Als Löschgerät dienten eine vierrädrige, feststehende Wagenspritze, zwei Hakenleitern und eine 12,5m lange Stützenleiter.

- Erster Einsatz war ein Großbrand in Hermsdorf, zu dem aber kaum etwas überliefert wurde. Für den gelungen Einsatz gab es aber 25 Mark Prämie.

Gruppenbild um 1900 - Feuerwehr LangenhennersdorfGruppenbild um 1900

- Von Anfang an wurden auch anlässlich von Hochzeiten der Feuerwehrleute Fackelumzüge veranstaltet. Außerdem lockerte man den Dienst nach Vorschrift durch regelmäßige Stiftungsfeste, Vogelschießen, Konzerte und Theateraufführungen auf und pflegte so die Geselligkeit. Ein Spielmannszug existierte bis 1967.

Spielmasszug der Feuerwehr LangenhennersdorfSpielmannszug der Feuerwehr

- Am 11.Juni 1901 gab es auf ein Großfeuer, wobei ein Wohnseitengebäude auf dem Grundstück Luger den Flammen zum Opfer fiel. Durch den schnellen Einsatz der örtlichen Feuerwehr konnte eine Ausbreitung aber verhindert werden.

- 1925 wurde eine Magirus-Patentleiter angeschafft

- Im Juni des Jahres 1927 war die Langenhennersdorfer Feuerwehr bei dem Hochwasser im Gotleubatal gefordert, welches schlimme Ausmaße annahm.

Hochwasser 1927 - Foto: Hans Wunderlich

Hochwasser 1927 - Heringmühle - Foto: Hans Wunderlich 

- Die alte mit Stroh gedeckte Pfarrscheune brannte im März 1929 vollständig ab, weil aufgrund strenger Kälte das Wasser in den Schläuchen gefror und nichts gerettet werden konnte. 

- Am 07.Dezember 1929 wurde der Einzug in ein neues Gerätehaus gefeiert, welches bis 1974 genutzt wurde. 

- In den Kriegsjahren des 2. Weltkrieges schrumpfte die Zahl der aktiven Mitglieder im Jahr 1940 um die hälfte.

- Von 1953 bis 1969 übte Kurt Klotzsche das Amt des Feuerwehrleiters aus. Trotz der Sozialistischen Mangelwirtschaft wurden durch Gemeinsamkeit und Füreinander Dasein große Leistungen vollbracht, wie die Überwindung der Hochwasserschäden von 1957 und 1958 und der Bau der Trinkwasserleitung von Bielatal nach Langenhennersdorf. Viele Verdienste erwarb die Feuerwehrbrigade, die beim Aufbau der Kaufhalle, Kindergrippe und Fußgängerbrücke Richtung Schulküche wesentlich mit half und auch sonst viel im Ort tat.

Gruppenbild um 1950Gruppenbild um 1950

- 1969 wurde dann ein neues Fahrzeug vom Typ LF-STA-TS8 in Dienst gestellt, welche aber 1982 aufgrund einer Weisung der übergeordneten Instanz wieder außer Dienst gestellt wurde. Somit mussten die Kammeraden wieder mit externen Zugfahrzeugen ausrücken.

- Trotz der schwierigen Bedingungen, gelang es dem damaligen Wehleiter Heinz Krupper den Gemeinschaftssinn der Langenhennersdorfer Feuerwehrleute zu erhalten. 

- 1988 stellte der damalige Rat des Kreises ein LF 8TS auf LO-Fahrgestell zur Verfügung, welches zu wendezeiten das älteste Löschfahrzeug des Landkreises war. 

Feuerwehrfahrzeug mit Schlauchanhänger um 1950

Feuerwehrfahrzeug mit Schlauchanhänger um 1950

- Ein Freund der Langenhennersdorfer Feuerwehr überließ ihr schließlich im Sommer 1997 ein persönlich erworbenes TLF-16 auf IFA W50 Fahrgestellt als Sachspende, welches bis heute im Einsatz ist. 

- von 1969 bis 1974 entstand aus einer alten Feldscheune in der nähe der Schule in unzähligen Stunden freiwilliger Arbeit das heutige Gerätehaus.

Vorführung Löschfahrzeug auf W50Vorführung Löschfahrzeug auf W50

- Im Frühjahr 1999 wurde Rainer Küchler zum Wehrleiter der Feuerwehr gewählt im gleichen Jahr wurde Langenhennersdorf ein Ortsteil des Stadt Bad Gottleuba Berggießhübel. Die Feuerwehr wurde somit zur Ortsfeuerwehr der Stadt BGB

- Im Jahr 2000 wurde das 100 Jährige bestehen der Langenhennersdorfer Feuerwehr gefeiert. 

- Mit großen Schäden musste unsere Wehr auch beim Hochwasser 2002 fertig werden. 

- Am 09.06.2013 wurde unser Ort wiederrum durch ein Hochwassereigniss ergriffen. Nachdem wir vom Hochwasser der Elbe verschont geblieben waren gab es an diesem Tag einen schweren Niederschlag welcher die Dorfstraße in einen reißenden Fluss verwandelte.

- Am 23.09.2017 wurde unser Tanklöschfahrzeug W50 sowie der Robur LO der Fw Bahra durch 2 neue Fahrzeuge ersetzt. So konnten wir an diesem Tag für den Standort Langenhennersdorf ein TSF-W auf IVECO Fahrgestell und für den Standort Bahra einen MTW mit Zusatzbeladung in Deinst stellen.

- Seit ende 2017 rücken die Standorte Bahra und Langenhennersdorf mit beiden Fahrzeugen als Löschgemeinschaft aus. Das bedeutet, das bei einer Alarmierung immer beide Fahrzeuge zugleich ausrücken und sich dann der Einsatzstelle treffen.

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